Time Machine Sicherung mit Netzwerkspeichern (NAS)

Time Machine mit NAS

Ein Grund zum Kauf meines Macs war die integrierte Backup Lösung Time Machine. Denn nur automatisierte Backups werden auch tatsächlich durchgeführt.

Time Machine unterstützt als Speichermedien eigentlich nur externe USB und Firewire Festplatten. In einem Haushalt mit mehreren Computern ist ein zentraler Netzwerkspeicher (NAS) aber oft sinnvoller, da so mehrere Nutzer auf Netzwerkfreigaben zugreifen können, ohne dass zusätzlich ein Server laufen muss. Zusätzlich bieten die aktuellen NAS Geräte auch erweiterte Funktionen, wie iTunes und Video Streaming.

Ich habe mich für das Western Digital NAS My Book World Edition entschieden.

Um es am Mac für das Backup mittels Time Machine nutzen zu können, muss man mit folgendem Terminal Befehl die Netzwerkfreigabe für Time Machine sichtbar machen:

defaults write com.apple.systempreferences 
TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1

Hat Time Machine diese erkannt, kann es beim Sichern zum Problem kommen, dass Time Machine das Image der Sicherung nicht anlegen kann. Dieses „Sparsebundle“ kann man aber manuell (auch über einen Terminal Befehl) auf seinem Mac anlegen und dann auf die Freigabe kopieren.

cd
mkdir tm; cd tm

hdiutil create -size 300g -fs HFS+J -volname "sicherungMac" 
"macName_0016cbac5432.sparsebundle"

Der Name des Sparsebundles setzt sich aus dem Namen des Macs und dessen MAC-Adresse zusammen. Beide kann man im Terminal ermitteln.
Den Mac Name bekommt man mit dem Befehl uname -n (ohne .local). Die MAC-Adresse liefert der Befehl ifconfig en0|grep ether und ist im Namen des Sparsebundles ohne Doppelpunkte anzugeben.

uname -n
macName.local

ifconfig en0|grep ether
ether 00:16:cb:ac:54:32

Zum Kopieren des SparseBundles auf die NetzFreigabe kann man diese im Finder über den Menüeintrag Gehe zu -> Mit Server verbinden dem Mac bekanntmachen.

Danach brauch man nur noch in den Systemeinstellungen Time Machine aktivieren und das verwendete Volume für das Backup auswählen. Danach startet nach 120 Sekunden das erste Backup. War dieses erfolgreich sollte man vielleicht große Dateien wie Videos oder virtuelle Maschinen als Ausnahme für Time Machine definieren.

Quellen:
ct‘5/2009 Sichern im Netz
apfelnaseTime Machine mit Netzlaufwerken nutzen

5 Kommentare

  1. Bin jetzt schon auf einige Blogs gestossen, in denen erklärt wird, wie man mit Time Machine auf NAS speichern kann. ICh benutze auch die WD my book world edition II. Allerdings habe ich das Problem, dass ich die sparse images nicht auf die oberste ebene des servers speichern kann (dafür habe ich auch als admin keine rechte). kannst du mir da weiterhelfen?

  2. jesch · · Antwort

    Bereits nach der ersten Eingabe wird in der Timemachine das MyB.. angezeigt und ich kann es auswählen, doch leider kann wird dann das Backup Image immer direkt in den Public Ordner geschrieben. Dies möchte ich aus zwei Gründen nicht. 1) Alle User können darauf zugreifen. 2) Der freie Speicher für das Backup ist somit immer der gesammte freie Speicher des MyB…

    ich habe auch ein „Sparse..“ erstellt doch kann ich der Timemachine nicht sagen das sie zum einen diesen nutzen soll und auf die obereste Ebene kann ich es ebenfalls nicht ablegen sonder nur auf der zweiten (Public).

    Am allerliebsten wär mir aber wenn ich dieses Image quasi in meinen geschützten (privaten) Bereich ablegen könnte.

    Merci und Gruss
    Jens

    1. Du kannst auf die WD My Book World Edition per ssh zugreifen (s. Doku). Du solltest allerdings die englische Doku lesen, da die ssh Kennung auch ins Deutsche übersetzt worden ist und daher nicht funktioniert. Mittels ssh hast Du dann Zugriff auf alle Ebenen des NAS und kannst per scp dann das sparse bundle dorthin kopieren, wo Du es möchtest. Diesen Weg kann solltest Du allerdings nur wählen, wenn Du dich mit Unix (auf der My Book läuft auch ein kleines Unix Betriebssystem) etwas auskennst.

  3. Hi,

    der Trick Timemachine auf NFS laufen zu lassen ist Prima. Funktioniert bei mir (1GE Buffalo Linkstation mit gehacktem Debian Linux) seit einem Jahr einwandfrei.

    Was ist aber, wenn man das System z.B. nach Plattencrash wiederherstellen moechte (s. Mac-Hilfe „Wiederherstellen des gesamten Systems“). Ich konnte es leider noch nicht ausprobieren, befuerchte aber, dass in der Intallationsphase der kleine Trick mit „TMShowUnsupportedNetworkVolumes“ nicht funktioniert!?

    Hat das schon mal jemand probiert? Ich wuerde naemlich gerne meinen iMac auf 2TB umruesten.

    Gruss
    Sven

    1. Vom Verständnis her, würde ich sagen, dass die Netzwerkfestplatte größer gleich der Platte im Mac sein sollte. Bei der 120 GB Platte meines Mac minis brauchte ich mir nie Gedanken darum zu machen. Die dicken Video Dateien habe ich auf einer weiteren Partition der Netzwerkfestplatte. Sie verändern sich kaum, so dass ich sie in unregelmäßigen Abständen mit einer billigen USB Platte zusätzlich sichere.
      So komme ich auch weiterhin mit meiner kleinen internen Platte zurecht. Falls der Platz im NAS nicht mehr reichen sollte, kann ich bei der WD die Platten noch auf 2 GB erweitern.

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